Unionsdichtequoten im Einzelhandel und in der gesamten Wirtschaft Konsultations- und Mitbestimmungsrechte; Abschluss einer Betriebsvereinbarung mit dem Management in sozialen Fragen (nicht in Lohnfragen) So ist Teilzeitarbeit derzeit ein sehr kontroverses Thema im italienischen Einzelhandel. Die Tarifverhandlungen auf nationaler Ebene haben ergeben, dass Teilzeitverträge von weniger als 16 Stunden pro Woche (acht Stunden für Studenten) im Einzelhandel nicht in Anspruch genommen werden können. Darüber hinaus wollen zahlreiche Teilzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit erhöhen oder in Vollzeit wechseln, um ihr Einkommen zu erhöhen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden jährliche Analysen im Rahmen von Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene bei einigen Einzelhändlern durchgeführt, um zusätzlich zu den vertraglichen Arbeitsstunden die zusätzlichen Arbeitsstunden von Teilzeitbeschäftigten zu ermitteln. Übersteigen diese Zusatzstunden ein bestimmtes Niveau, so erhöht sich die Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten, so dass sie sich allmählich dem Vollzeitbetrag nähert. Einer der Gründe für die jüngste Nichterneuerung des nationalen Tarifvertrags für den Einzelhandel war die Nichteinigung über die Regelung der Teilzeitarbeit, wobei die Forderungen der Arbeitgeber auf den Widerstand der Gewerkschaften stießen. Die Arbeitgeberorganisation Confcommercio hat vorgeschlagen, dass die derzeitigen “Elastizitätsklauseln” (die die Dauer der Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten erhöhen) und die “Flexibilitätsklauseln” (die den Arbeitszeitplan variieren) auf betrieblicher und nicht auf nationaler Ebene geregelt werden sollten; die Obergrenze für die Zusatzstunden der Teilzeitbeschäftigten sollte die von Vollzeitbeschäftigten geleistete Arbeitszeit sein; und Teilzeitbeschäftigte sollten Gründe für die Verweigerung von Zusatzstunden vorgeben. Die gesetzliche Arbeitszeitregelung in Österreich ist im Arbeitszeitgesetz (AZG) und im Restruhegesetz (ARG) festgelegt, das den rechtlichen Rahmen für die Arbeitszeitregelung festlegt. Nach diesen Gesetzen sind Abweichungen von den gesetzlichen Standards auf Branchen- und Unternehmensebene möglich, dies erfordert jedoch zunächst einen Branchentarifvertrag und auf dieser Grundlage einen Betriebsvertrag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung.