Neue Arbeitsumgebungen erfordern neue Lösungen: Statt die neue Einheit Connected Mobility Solutions als eigenständiges Startup auszulagern, hat Bosch mit der IG Metall einen innovativen Tarifvertrag ausgehandelt. Neben der gesamten Bosch-Gruppe, deren Geschäftsbereiche in Automobil-, Industrie- und Konsumgüter- und Bautechnologien unterteilt sind, sieht die Vereinbarung vor, dass das Unternehmen nicht mit Lieferanten zusammenarbeiten wird, die die grundlegenden IAO-Standards nicht erfüllen. Heute genießen ältere Arbeitnehmer bereits sonderprivilegien durch einen Tarifvertrag. So muss beispielsweise das bisherige Lohnniveau ab dem 54. Lebensjahr garantiert werden. Darüber hinaus können Arbeitnehmer ab 53 Jahren (mit einer früheren Beschäftigung von mindestens drei Jahren im selben Unternehmen) nur durch “außerordentliche Kündigung” entlassen werden. Diese wohlmeinenden Schutzbestimmungen haben jedoch auch einige kontraproduktive Auswirkungen, insbesondere für ältere Arbeitnehmer. Aufgrund dieser Schutzbestimmungen scheuen viele Manager die Einstellung von leitenden Angestellten aus Angst vor Problemen. Die Grundsätze des Abkommens basieren auf den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation, so dass es bei Bosch vorrangig darum geht, “die Verfolgung wirtschaftlicher Ziele mit der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Faktoren” zu verbinden. Grundlage für die Vereinbarung für den neuen Geschäftsbereich sind die Branchenvereinbarungen der Metall- und Elektroindustrie. Um hochqualifizierte Fachkräfte zu finden und zu halten, bietet die Vereinbarung jedoch mehr. Ab 2019 können die rund 300 Mitarbeiter der neuen Bosch-Abteilung 35, 38 oder 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Die Mitarbeiter können selbst entscheiden, wann und wie viel sie arbeiten. “Statt fester Gehaltsgruppen gibt es Gehaltsklassen”, berichtet die IG Metall. Darüber hinaus steht jedem Mitarbeiter ein Schulungsbudget zur Verfügung. Die Mitarbeiter erhalten zudem alle zwei Jahre einen umfassenden Gesundheitscheck, der in der Regel Managern vorbehalten ist, berichtet die deutsche Online-News-Website heise.de . Im GFA sind Bestimmungen über das Recht auf Vereinigungs- und Tariffreiheit, Kinderrechte, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Chancengleichheit und die Ablehnung von Zwangsarbeit enthalten. Ansprechpartner: Dieter Schernstein, Personalleiter, Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach, Postfach 106050, D-70049 Stuttgart Vor vielen Jahren richtete Bosch in seinen Einrichtungen lokale Lenkungsausschüsse ein, um eine gesunde Arbeitsatmosphäre zu fördern. In diesen Ausschüssen sind alle relevanten Unternehmensabteilungen sowie die lokalen Betriebsräte vertreten.